Schulvorfeld Karl-Stingl-Volksschule in Mödling 
Verkehrsberuhigtes und sicheres Schulvorfeld


Zeitraum: 2021 - 2023













Schulvorfeld Karl-Stingl-Volksschule in Mödling 
Verkehrsberuhigtes und sicheres Schulvorfeld


Zeitraum: 2021 - 2023













Kennzeichenverfolgung zur Ermittlung des Durchzugsverkehrs

Fahren hier wirklich alle nur durch?

 

Auftraggeberin: FFG bzw. Stadtgemeinde St. Pölten


Zeitraum: 2023

 Durchzugsverkehr als planerische Fragestellung

Bei vielen Projekten zur Verkehrsberuhigung stellt sich die zentrale Frage, ob der Kfz-Verkehr im Projektgebiet überwiegend Quell- und Zielverkehr ist – also Fahrzeuge, die tatsächlich ein Ziel vor Ort haben – oder ob es sich um Durchzugsverkehr handelt, der das Gebiet ohne Halt quert.
Insbesondere in Wohngebieten oder an sensiblen Standorten wie Schulen ist Durchzugsverkehr problematisch. Er verursacht Lärm und Abgase, mindert die Aufenthaltsqualität und beeinträchtigt die Verkehrssicherheit, ohne einen funktionalen Mehrwert für das Gebiet zu bringen. Wird solcher Verkehr stattdessen auf dafür geeignete Hauptstraßen verlagert, können Schleichrouten entlastet und für den Umweltverbund aufgewertet werden – etwa durch sicherere Bedingungen für den Radverkehr oder eine verlässlichere Führung des öffentlichen Verkehrs.



Methodik der Kennzeichenverfolgung

Im Rahmen des FFG-Forschungsprojekts „Trans|formator:in“ wurde die Josefstraße in St. Pölten als Anwendungsfall untersucht. Die Straße verläuft parallel zur stark belasteten B20 Mariazeller Straße, auf der es insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten regelmäßig zu Stau kommt. Die Hypothese war, dass ein erheblicher Teil des Verkehrs auf die Josefstraße ausweicht, obwohl diese als Umweltverbundachse mit mehreren Schulen möglichst wenig privaten Kfz-Verkehr aufnehmen sollte.
Zur Ermittlung des Durchzugsverkehrs kam die Methode der Kennzeichenverfolgung zum Einsatz. An den beiden Endpunkten der Josefstraße sowie an einem Zwischenstandort wurde Erhebungspersonal positioniert. Für jedes Fahrzeug wurden drei Stellen des Kennzeichens sowie der Durchfahrtszeitpunkt notiert. Diese reduzierte Erfassung erlaubt eine sichere Wiedererkennung der Fahrzeuge, ist in der kurzen Zeit zwischen den einzelnen Fahrzeugen praktikabel und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen des Datenschutzes, da kein Rückschluss auf vollständige Kennzeichen möglich ist.


Ergebnisse und planerischer Nutzen

Nach Abschluss der Erhebungen wurden die Daten standortübergreifend abgeglichen. Dadurch konnten jene Fahrzeuge identifiziert werden, die das Gebiet erreicht und anschließend wieder verlassen haben. Anhand der Aufenthaltsdauer ließ sich unterscheiden, ob ein Zwischenstopp – etwa zum Einkaufen – erfolgte oder ob die Josefstraße ohne Halt vollständig durchfahren wurde.

Die Auswertung zeigte einen sehr hohen Anteil an Durchzugsverkehr von bis zu 70 %. Diese Ergebnisse liefern eine klare, objektive Grundlage für die Argumentation verkehrsberuhigender Maßnahmen. Insbesondere Maßnahmen, die das Durchfahren weniger attraktiv machen oder gezielt unterbinden, können auf Basis dieser Daten fachlich fundiert begründet und politisch diskutiert werden.

Weiterführende Informationen: https://www.transformatorin.at/


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Kennzeichenverfolgung zur Ermittlung des Durchzugsverkehrs
Fahren hier wirklich alle nur durch?

Auftraggeber: FFG bzw. Stadtgemeinde St. Pölten

Zeitraum: 2023















Schulvorfeld Karl-Stingl-Volksschule in Mödling 
Verkehrsberuhigtes und sicheres Schulvorfeld


Zeitraum: 2021 - 2023













Durchzugsverkehr als planerische Fragestellung

Bei vielen Projekten zur Verkehrsberuhigung stellt sich die zentrale Frage, ob der Kfz-Verkehr im Projektgebiet überwiegend Quell- und Zielverkehr ist – also Fahrzeuge, die tatsächlich ein Ziel vor Ort haben – oder ob es sich um Durchzugsverkehr handelt, der das Gebiet ohne Halt quert.
Insbesondere in Wohngebieten oder an sensiblen Standorten wie Schulen ist Durchzugsverkehr problematisch. Er verursacht Lärm und Abgase, mindert die Aufenthaltsqualität und beeinträchtigt die Verkehrssicherheit, ohne einen funktionalen Mehrwert für das Gebiet zu bringen. Wird solcher Verkehr stattdessen auf dafür geeignete Hauptstraßen verlagert, können Schleichrouten entlastet und für den Umweltverbund aufgewertet werden – etwa durch sicherere Bedingungen für den Radverkehr oder eine verlässlichere Führung des öffentlichen Verkehrs.



Methodik der Kennzeichenverfolgung

Im Rahmen des FFG-Forschungsprojekts „Trans|formator:in“ wurde die Josefstraße in St. Pölten als Anwendungsfall untersucht. Die Straße verläuft parallel zur stark belasteten B20 Mariazeller Straße, auf der es insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten regelmäßig zu Stau kommt. Die Hypothese war, dass ein erheblicher Teil des Verkehrs auf die Josefstraße ausweicht, obwohl diese als Umweltverbundachse mit mehreren Schulen möglichst wenig privaten Kfz-Verkehr aufnehmen sollte.
Zur Ermittlung des Durchzugsverkehrs kam die Methode der Kennzeichenverfolgung zum Einsatz. An den beiden Endpunkten der Josefstraße sowie an einem Zwischenstandort wurde Erhebungspersonal positioniert. Für jedes Fahrzeug wurden drei Stellen des Kennzeichens sowie der Durchfahrtszeitpunkt notiert. Diese reduzierte Erfassung erlaubt eine sichere Wiedererkennung der Fahrzeuge, ist in der kurzen Zeit zwischen den einzelnen Fahrzeugen praktikabel und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen des Datenschutzes, da kein Rückschluss auf vollständige Kennzeichen möglich ist.



Ergebnisse und planerischer Nutzen

Nach Abschluss der Erhebungen wurden die Daten standortübergreifend abgeglichen. Dadurch konnten jene Fahrzeuge identifiziert werden, die das Gebiet erreicht und anschließend wieder verlassen haben. Anhand der Aufenthaltsdauer ließ sich unterscheiden, ob ein Zwischenstopp – etwa zum Einkaufen – erfolgte oder ob die Josefstraße ohne Halt vollständig durchfahren wurde.

Die Auswertung zeigte einen sehr hohen Anteil an Durchzugsverkehr von bis zu 70 %. Diese Ergebnisse liefern eine klare, objektive Grundlage für die Argumentation verkehrsberuhigender Maßnahmen. Insbesondere Maßnahmen, die das Durchfahren weniger attraktiv machen oder gezielt unterbinden, können auf Basis dieser Daten fachlich fundiert begründet und politisch diskutiert werden.


Weiterführende Informationen: https://www.transformatorin.at/