Selbst am Steuer einer Straßenbahn
Mark in voller Fahrt

Einmal selbst am Steuer einer Straßenbahn sitzen, davon träumt so manche:r wohl schon seit Kindheitstagen. Dazu zählt auch unser Kollege Mark Richter, der sich im August genau diesen Wunsch erfüllt hat. Möglich wurde das durch ein Angebot der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), das Privatpersonen unter fachkundiger Begleitung das Selbstfahren einer Straßenbahn ermöglicht.
Bevor es losging, stand zunächst die Theorie auf dem Programm: Eine kurze Einschulung zu Signalen und Verkehrszeichen sowie zu den wichtigsten Eigenschaften der Fahrzeuge. Gefahren wurde zunächst mit einem modernen Niederflurfahrzeug, später auch mit einem historischen Triebwagen des Typs Tatra T4D.
40 Tonnen in Bewegung setzen – und den Überblick behalten
Nach dem Theorieteil ging es dann schon in die Praxis: Und die ist anfangs erstaunlich einfach, vor allem in modernen Fahrzeugen. Da muss einfach nur sanft der Sollwertgeber nach vorne gelegt werden und rund 40 Tonnen setzen sich beinahe geräuschlos in Bewegung, 500 PS sei Dank. Komplizierter wird es natürlich bei den zahlreichen Signalen, Schildern und Weichen, die ein gut ausgebautes Straßenbahnetz wie eben jenes in Dresden ausmachen. Hinzu kommen die unterschiedlichsten Verkehrssituationen und die Erkenntnis, dass selbst eine knallgelbe Straßenbahn manchmal übersehen wird. Hier den Überblick zu behalten ist also die eigentliche Herausforderung!
Was wir als Verkehrsplanungsbüro daraus mitnehmen
Genau hier liegt auch der besondere Reiz dieses Perspektivenwechsels. Denn je größer und schwerer das Fahrzeug ist, desto größer ist die Verantwortung und die Notwendigkeit, immer ein Stück weit vorauszuschauen.
Für uns als Verkehrsplanungsbüro natürlich ein großer Mehrwert: Nur aus eigener Erfahrung beim Steuern eines solchen Fahrzeugs lässt sich wirklich verstehen, welche Anforderungen an die zugehörige Infrastruktur bestehen.
Ein Hinweis zum Abschluss: Wer denkt, mit einer solchen Fahrt ist der Kindheitswunsch erfüllt und damit erledigt, der irrt. Vielmehr drängt sich danach die Frage auf, wie lange es wohl bis zum nächsten Mal dauert. Vorsicht ist also geboten!











