Neue Kfz-Stellplatzrichtlinie für Innsbruck

Laurentius Terzic • 27. Januar 2026

Einfachere Regeln und Berücksichtigung von Öffi-Anbindung


Stellplatzrichtlinien sind auf den ersten Blick eine trockene Materie, aber sie haben wesentliche Auswirkungen auf unser Leben: Die Zahl der in Gebäuden zu errichtenden Kfz-Stellplätze beeinflusst Wohnkosten, Bodenversiegelung und das langfristige Mobilitätsverhalten der Nutzer:innen. Für con.sens mobilitätsdesign war es daher eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Stadt Innsbruck mit Studien für eine neue Stellplatzrichtlinie für Wohn- und Nicht-Wohnnutzungen zu unterstützen. Dafür haben wir umfassende Grundlagenrecherchen betrieben und zahlreiche Praxisbeispiele im In- und Ausland analysiert. In guter und intensiver Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt Innsbruck wurden Vorschläge erarbeitet, die nun maßgeblich in die neue Stellplatzrichtlinie eingeflossen sind.


ÖV-Anbindung erstmals berücksichtigt

Ab 1. Februar 2026 tritt im Innsbrucker Stadtgebiet die neue Kfz-Stellplatzrichtlinie in Kraft. Sie regelt die Mindestanzahl an Stellplätzen bei Neubauten und baulichen Adaptierungen und passt diese an die heutige Mobilitätsrealität an. Erstmals wird dabei nicht nur die Zentralität eines Standorts, sondern auch die Qualität der Anbindung an den öffentlichen Verkehr als Kriterium berücksichtigt. Unterstützt wird die neue Richtlinie durch eine digitale GIS-Karte, mit der die relevante Zone einfach per Klick oder Adresssuche ermittelt werden kann.


Vereinfachte Berechnung und höhere Planungssicherheit

Vereinfachungen der Berechnung sorgen für mehr Planungssicherheit und weniger Bürokratie. So sind etwa Umnutzungen von Erdgeschoßflächen zwischen Handel und Gastronomie möglich, ohne zusätzliche Stellplatzverpflichtungen auszulösen. Weiterhin können Reduktionen der benötigten Stellplätze durch Vorlage eines Mobilitätskonzepts sowie öffentlich zugängliche Garagen in der Nähe erreicht werden. Ziel der neuen Innsbrucker Stellplatzrichtlinie ist es, den tatsächlichen Stellplatzbedarf realitätsnäher zu ermitteln, unnötige Stellplätze zu vermeiden, Bodenversiegelung zu reduzieren und langfristig Wohnkosten zu senken.


Alle Infos gibt es auf der Website der Stadt Innsbruck.


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